Hecht oder Goldfisch?

In unserem Auftaktbeitrag haben wir die Wachstumsstrategie „Buy and Build“ vorgestellt: Ein Unternehmen kauft systematisch andere Unternehmen hinzu und stärkt damit seine eigene Position. Diesmal diskutieren wir, welche Unternehmen als Käufer geeignet sind und vielleicht sogar im Rahmen einer Plattformstrategie mehrere Objekte hinzukaufen. Drei Kriterien sind ausschlaggebend:

1. Finanzielle/bilanzielle Stärke:

Beim Kauf wird in der Regel ein Preis gezahlt, der über dem Buchwert der Vermögenswerte liegt. In der Bilanz wird dieses Mehr als „Goodwill“ verbucht. Doch Vorsicht: Banken ziehen den Goodwill vom Eigenkapital ab. Wer über ein geringes Eigenkapital verfügt, bekommt so rasch Probleme mit der Bank.

2. Strategische Aufstellung:

Eine klare strategische Posi- tionierung zeigt Zukaufpotenzial auf. Nur, wer selbst scharf positioniert ist („stark in Europa und USA“), kann mit der Akquisition eines „Goldfischs“ („stark in Asien“) passgenau unternehmerischen Mehrwert realisieren.

3. Führungsstruktur:

Weil viele Zukäufe an der späteren Integration scheitern, sollte der „Hecht“ personell stark aufgestellt sein, diese Aufgabe zu meistern. Das setzt ein professionelles mehrköpfiges Führungsteam voraus, das diese Integration gemeinsam schultert.

Manche Defizite lassen sich mit externen Partnern wie einem Eigenkapitalgeber oder einem Strategieberater lösen. Kaufinteressenten sollten entsprechende Aufgaben aber frühzeitig anpacken.

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